Aufnahme

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Menschen mit Behinderung: Mit unserer Aufnahme-Checkliste können wir uns gut auf den Aufenthalt vorbereitet.

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Flyer Gerontopsychiatrie

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Artikel aus dem Alsterdorf Magazin zum Behandlungskonzept

In der Psychiatrie im Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf

Guten Tag,

dieses Info-Heft hilft bei der Vorbereitung für einen Aufenthalt in der Psychiatrie.

Wenn Sie in die Psychiatrie kommen, müssen Sie einiges wissen. Viele wichtige Infos stehen hier im Heft.

Diese wichtigen Infos sind für Sie und für Personen, die Ihnen helfen.

Ein Info-Heft in Leichter Sprache hilft vielen Menschen:

  • Menschen mit psychischen Erkrankungen
  • Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
  • Menschen, die nicht gut deutsch sprechen
  • älteren Menschen
  • Verwandten und Angehörigen

Was ist die Psychiatrie?

Die Psychiatrie ist ein Teil der Medizin. Die Psychiatrie behandelt Menschen, die psychische Krankheiten haben.

Psychische Krankheiten beeinflussen das Denken, Fühlen oder Verhalten.

Warum kommen Menschen in die Psychiatrie?

Wenn Menschen psychische Krankheiten haben.

Und sie die psychischen Krankheiten nicht gut alleine bewältigen können.

In der Psychiatrie bekommen Menschen Hilfe von einem festen Team.

Das Team besteht aus Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflege-Kräften.

Das Team hilft den Menschen dabei, die psychische Krankheit zu verstehen und mit ihr umzugehen.

Das Ziel der Psychiatrie ist: Den Menschen zu helfen,

wieder ein besseres Leben zu führen.

Wie läuft eine Aufnahme in die Psychiatrie ab?

Wenn Sie eine psychische Krankheit haben, dann können Sie sich Hilfe holen.

Sie besprechen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Sie sich Hilfe in der Psychiatrie holen.

Dafür brauchen Sie einen Aufnahme-Termin in der Psychiatrie.

Zu diesem Aufnahme-Termin können Sie eine Begleit-Person mitbringen.

Die Begleit-Person kann Sie

beim Aufnahme-Termin unterstützen.

Beim Aufnahme-Termin melden Sie sich an der Anmeldung. Die Anmeldung ist in der Eingangs-Halle im Krankenhaus.

Die Mitarbeitenden erklären Ihnen die Aufnahme.

Die Mitarbeitenden begleiten Sie auf Wunsch bis zu Ihrer Station in der Psychiatrie.

Auf der Station bekommen Sie ein Bett in einem Zimmer.

Die geschützte Aufnahme

Es kann passieren, dass eine Person ein Bett in einer Psychiatrie bekommt,

obwohl diese Person das nicht möchte.

Das ist ein besonderer Fall.

In diesem Fall ist diese Person eine Gefahr für sich oder eine Gefahr für andere.

Diese Person bekommt ein Bett in einem geschützten Bereich in der Psychiatrie.

Eine geschützte Aufnahme ist immer gut überlegt. Diese Überlegung macht eine Ärztin oder ein Arzt. Es gibt Gesetze, die bei dieser Überlegung helfen.

Regeln im geschützten Bereich in der Psychiatrie

Im geschützten Bereich gibt es besondere Regeln. Die Regeln besprechen Patient*innen gemeinsam mit dem behandelnden Team.

Die Regeln gibt es zu verschiedenen Themen. Zum Beispiel:

  • Sicherheit
  • Bewegung

Was passiert in einer Psychiatrie?

In der Psychiatrie gibt es ein Behandlungs-Angebot.

Das Behandlungs-Angebot umfasst verschiedene Therapien und Unterstützung.

Mögliche Behandlungs-Angebote

sind auf den nächsten 2 Seiten erklärt.

Medikamente

Wenn nötig, bekommen Sie Medikamente. Wofür Sie Medikamente bekommen, besprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt. Medikamente können Ihnen helfen.

Medikamente helfen Gefühle wie Angst oder Traurigkeit zu lindern.

Wie sie sich mit Medikamenten fühlen,

besprechen Sie auch mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Untersuchungen und Diagnosen Ärzt*innen untersuchen auch den Körper. Manchmal gibt es auch körperliche Gründe für psychische Krankheiten.

Die Ärzt*innen machen Tests

um besser zu verstehen was los ist.

Bei Tests können auch

bestimmte Geräte verwendet werden.

Ergo-Therapie

Ergo-Therapie kann den Alltag verbessern.

Patient*innen können in der Ergo-Therapie zum Beispiel malen oder ein Werkstück herstellen.

Malen und werken kann dabei helfen sich wohl zu fühlen.

Bewegungs-Therapie

In der Gruppe machen Patient*innen gemeinsam Sport. Bewegung und Sport stärken den Körper.

Und können auch das Wohlbefinden stärken.

Gespräche mit Therapeut*innen

Sie und die Therapeutin oder der Therapeut sprechen miteinander. Gespräche können Ihnen helfen.

Sie können Probleme besser verstehen.

Sie können neue Wege finden, mit Ihren Problemen umzugehen.

Therapie-Gruppe

In der Gesprächs-Gruppe sprechen Sie

mit anderen Patient*innen aus der Psychiatrie.

Die anderen Patient*innen fühlen sich so ähnlich wie Sie.

Alltag

Jetzt geht es um Personen und Dinge, die Sie jeden Tag begleiten:

Pflege und Unterstützung

In der Psychiatrie arbeiten Pflege-Kräfte.

Pflege-Kräfte helfen Ihnen dabei, sich wohlzufühlen.

Pflege-Kräfte sind immer da, wenn Sie Unterstützung brauchen. Pflege-Kräfte tragen ein Namens-Schild.

Fernsehen

Im Patienten-Zimmer gibt es keine Fernseher.

Sie können im Tages-Raum der Station fernsehen.

Essen und Trinken

Es gibt einen Tages-Raum auf jeder Station.

Im Tages-Raum essen alle Patient*innen der Station gemeinsam.

Essen Sie zum Beispiel kein Fleisch?

Dann können Sie auch Gerichte ohne Fleisch bekommen. In der Psychiatrie gibt es Wasser, Kaffee und Tee.

Sie müssen nichts dafür bezahlen.

Wichtiges für Ihre Zeit in unserer Psychiatrie

Wichtige Dinge, die Sie mitbringen müssen:

  • Kranken-Kassen-Karte
  • Kontakt-Daten einer Bezugs-Person
  • Kontakt-Daten der rechtlichen Betreuung, wenn Sie eine rechtliche Betreuung haben.
  • Betreuer-Ausweis von rechtlichem*r Betreuer*in
  • Medikamenten-Plan, wenn Sie einen Medikamenten-Plan haben.
  • Persönliche Gesundheits-Dokumente,

wenn Sie persönliche Gesundheits-Dokumente haben. Wichtige Gesundheits-Dokumente sind zum Beispiel:

  • Allergie-Pass
    • Herz-Schrittmacher-Nachweis
    • Narkose-Ausweis
    • Befunde von Ihren Ärztinnen oder Ärzten

Die Neon-Mappe

Die Neon-Mappe ist eine neon-gelbe Mappe.

In dieser Mappe können Sie

wichtige Gesundheits-Informationen sammeln. Bringen Sie die Neon-Mappe mit,

wenn Sie eine Neon-Mappe haben.

Informationen über die Neon-Mappe gibt es im Internet bei: https://gesundheit-fuer-alle.jetzt/

Dinge, die Sie mitbringen können:

Hilfs-Mittel

Ein Rollator oder ein Rollstuhl sind Hilfs-Mittel. Wenn Sie zu Hause eigene Hilfs-Mittel haben, bringen Sie diese mit.

Alles was Sie mitbringen, beschriften Sie mit Ihrem Namen.

Handy

Sie können Ihr Handy mitbringen. Über Ihrem Bett sind Steckdosen. Dort können Sie ihr Handy aufladen.

Geld

Bringen Sie eine kleine Menge Geld mit.

Mit Geld können Sie etwas

auf dem Alsterdorfer Markt kaufen.

Persönliches

Bringen Sie etwas mit, das Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Zum Beispiel ein Kuscheltier.

Achtung

Lassen Sie wertvolle Dinge zu Hause. Wertvolle Dinge sind zum Beispiel Schmuck oder viel Geld.

Verlorene Dinge kann die Psychiatrie nicht ersetzen.

Informationen zum Patienten-Zimmer

Es gibt Einzel-Zimmer und es gibt Doppel-Zimmer.

Die Zimmer vergibt das Team auf der Station.

An jedem Bett gibt es eine Patienten-Klingel. Die Patienten-Klingel ist ein Knopf.

Wenn Sie Hilfe brauchen,

dann drücken Sie bitte auf den Knopf. Der Knopf ist für den Notfall.

In jedem Zimmer gibt es ein Bade-Zimmer. Im Bade-Zimmer gibt es auch einen Knopf. Der Knopf ist rot.

Der rote Knopf ist auch für den Notfall.

Die Bade-Zimmer sind vollständig barriere-frei zugänglich.

Tages-Ablauf in der Psychiatrie

In der Psychiatrie ist immer viel los. Der Tag beginnt früh.

Morgens gibt es einen Weck-Dienst.

Das Frühstück essen alle zusammen im Tagesraum.

Es gibt jeden Tag eine Morgenrunde.

Am Vormittag gibt es verschiedene Therapie-Gruppen. Und einmal in der Woche gibt es eine große Visite.

In der großen Visite können Sie der Ärztin oder dem Arzt erzählen, wie es Ihnen geht.

Das Mittagessen essen alle zusammen im Tages-Raum. Am Nachmittag gibt es verschiedene Therapien.

Am Nachmittag kann Besuch kommen.

Das Abendessen essen alle zusammen im Tages-Raum. Es gibt auch genug freie Zeit zum Ausruhen.

Tages-Ablauf am Wochenende

Wenn nötig, gibt es auch am Wochenende Untersuchungen. Die Ärztin oder der Arzt erklärt Ihnen dann,

wozu es eine Untersuchung gibt.

Die Pflege-Kräfte bringen Sie zu den Untersuchungen.

Medikamente im Tages-Ablauf

Medikamente gibt es im Stations-Zimmer.

Medikamente müssen Sie selber vom Stations-Zimmer abholen.

Wenn Sie Hilfe oder eine Erinnerung brauchen, kommt eine Pflege-Kraft zu Ihnen.

Räume in der Psychiatrie

Einige Therapien finden in Räumen außerhalb der Station statt.

Mitarbeiter*innen zeigen Ihnen den Weg zu diesen Räumen. Wenn nötig, können die Mitarbeiter*innen Sie zu den Räumen hinbringen und abholen.

Ansprech-Personen bei besonderen Bedarfen

Der Sozial-Dienst (SD)

Dabei hilft der Sozial-Dienst (SD):

  • Aufbau von Kontakten zu Angehörigen und Unterstützer*innen
  • Organisation von Hilfen für zu Hause
  • Hilfe für die Entlassung
  • Lösung von Problemen zuhause

Die Inklusions-Lotsinnen

Die Inklusions-Lotsinnen sind feste Ansprech-Partnerinnen für Menschen mit Unterstützungs-Bedarf

und ihre Bezugs-Personen.

Die Inklusions-Lotsinnen sind feste Ansprech-Partnerinnen für die Mitarbeiter*innen im Krankenhaus.

Damit alle gut informiert sind und sich sicher fühlen.

Der Demenz-Beauftragte

Der Demenz-Beauftragte hilft Menschen mit einer Demenz. Oder Menschen mit besonderen Bedarfen.

Der Demenz-Beauftragte hilft zum Beispiel mit:

  • Gesprächs-Angeboten
  • Angehörigen-Beratung

Wichtiges für die Entlassung

Sie können nach Hause gehen, wenn die Behandlung fertig ist und wenn Sie sich besser fühlen.

Die Ärztin oder der Arzt sagt Ihnen den Entlassungs-Termin. Das behandelnde Team informiert, wenn nötig,

Ihre Angehörigen und Ihr Unterstützungs-System. Die Ärztin oder der Arzt schreibt einen Arzt-Brief.

Im Arzt-Brief stehen wichtige Informationen

für Sie und Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach der Entlassung. Sie können den Brief auch Ihren Bezugs-Personen zeigen.

Patienten-Rechte in der Psychiatrie

  • Wenn Patient*innen Patient*innen in der Psychiatrie

müssen gut und freundlich behandelt werden.

  • Auch in schwierigen Situationen sollen Patient*innen mit Respekt und Verständnis behandelt werden.
  • Patient*innen müssen verstehen können: Was mit ihnen passiert.

Und warum sie in der Psychiatrie sind.

  • Patient*innen entscheiden gemeinsam mit dem behandelnden Team:

Welche Therapie machen sie?

Oder welche Medikamente nehmen sie?

  • Fragen oder Probleme haben, können sie immer jemanden um Hilfe bitten.

Wichtige Informationen für Betroffene und ihre Bezugs-Personen:

Informieren Sie den Sozial-Dienst:

Melden Sie sich beim Sozial-Dienst, wenn Sie Unterstützungs-Bedarf haben.

Bleiben Sie auch während Ihrer Zeit in der Psychiatrie mit dem Sozial-Dienst in Kontakt.

So können Sie gemeinsam Ihre Entlassung vorbereiten. Und andere Probleme lösen.

Wichtige Informationen zu Ihrem Unterstützungs-Bedarf:

Informieren Sie die Pflege-Kräfte,

wenn Sie die Patienten-Klingeln nicht bedienen können. Bringen Sie vertraute Hilfs-Mittel mit.

Teilen Sie den Pflege-Kräften mit,

wie Sie Ihre Hilfs-Mittel am Besten nutzen.

In der Psychiatrie gibt es auch die Möglichkeit, mit METACOM Symbolen zu arbeiten.

Informieren Sie die Pflege-Kräfte, wenn Sie Hilfe beim Essen brauchen. Die Pflege-Kräfte helfen dabei,

Essen auszuwählen und Essen anzureichen. Informieren Sie die Pflege-Kräfte auch,

wenn Sie Besonderheiten beim Essen und Trinken brauchen.

Kontakte zum Unterstützungs-System:

Wenn Patient*innen sich nicht selber mitteilen können, ist es wichtig, dass die Pflege-Kräfte

aktuelle Telefon-Nummern haben.

Das sind zum Beispiel Telefon-Nummern von Angehörigen oder aus dem Wohn-Haus.

Wer dieses Heft gemacht hat

An diesem Heft haben viele Menschen gearbeitet. Fachkräfte aus dem Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf und Expert*innen in eigener Sache.

Geprüft durch die Prüf-Gruppe:

Team Barrierefreie Kommunikation alsterarbeit gGmbH

Initiative und Umsetzung:

Inklusionslots*innen aus dem EKA und Gesundheit 25*

Impressum des Heftes:

Herausgeberin:

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf gGmbH Elisabeth-Flügge-Straße 1 · 22337 Hamburg

Symbole: METACOM Symbole © Annette Kitzinger

Druck: Druckerei Weidmann · Gestaltung: Neuhaus Grafik-Design

Stand: Dezember 2025

© Evangelische Stiftung Alsterdorf

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