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„Nach ISA ist vor ISA“ – erfolgreiches Langzeitprojekt an der BFL zur Intensiven Sprachtherapie bei Aphasie wird auch 2022 fortgesetzt

21. Dezember 2021

ISA, das bedeutet Intensive Sprachtherapie bei Aphasie. Die Inspiration für das Projekt kam von der Schule für Logopädie wisoak Bremen / Schulleitung und Lehrlogopädin Vera Wanetschka.

„Aktuelle Studien haben gezeigt, dass drei Wochen intensive Sprachtherapie die Kommunikationsfähigkeiten von Menschen mit chronischer Aphasie signifikant und auch nachhaltig verbessern“, so die Lehrlogopädinnen Merle Wollert und Svenja Kleinpass, die das Projekt für die BFL in Alsterdorf entwickelt haben. In diesem Jahr wird das Projekt von Merle Wollert angeleitet: Mit einer Gruppe von Schüler:innen aus dem 3. Semester hat sie das ISA-Projekt auch in diesem Jahr wieder corona-gerecht geplant und umgesetzt. Die Schülerinnen bilden im ISA-Projekt jeweils zu zweit sogenannte „Expertengruppen“ für einzelne Patient:innen.

Die teilnehmenden Patient:innen leiden an einer Aphasie, einer Sprachstörung in Folge einer Hirnschädigung (z.B. nach Schlaganfall, einer Kopfverletzung, einem Unfall, aber auch nach einer Tumorerkrankung). „Die Schüler:innen der BFL erlernen im 3. Semester die Grundlagen zum logopädischen Störungsbild Aphasie. Im Anschluss daran können sie ihr Wissen so am Patienten praktisch umsetzen“, erklärt Wollert.

Im Jahr 2019 fand das Projekt zum ersten Mal statt. Ausgewählt wurden damals die Patient:innen nach verschiedenen Kriterien (z.B. Alter, Dauer und Ursache der Aphasie). Statt wie normalerweise üblich nur 1x wöchentlich 90 Minuten logopädische Therapie findet im ISA-Projekt mit diesen Patient:innen über einen Zeitraum von vier Wochen jeweils an vier Wochentagen je drei Stunden Therapie täglich statt – so zumindest die ursprüngliche Umsetzung im Projekt bevor die Corona-Pandemie begann. „Corona-bedingt mussten wir in diesem Jahr den Umfang und auch die Art der Therapien leider anpassen,“ bedauert Wollert. „Der Therapie-Zeitraum insgesamt musste zur Vermeidung von Kontaktüberschneidungen der Patient:innen verkürzt werden. Das ist sowohl für die Schüler:innen als auch für die Patient:innen sehr schade.“ Dennoch freut sich Wollert, dass das Projekt, wenn auch in abgespeckter Form, durch die detaillierte Planung trotz Corona überhaupt stattfinden konnte – denn auch in diesem Jahr steckt wieder von allen Seiten viel Herzblut in dem Projekt.

Die Patient:innengruppe ist über den gesamten Projektzeitraum dieselbe wie in den letzten Jahren, auch um einen fortschreitenden Erfolg über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren. Und insbesondere die Patient:innen sind während er Corona-Pandemie besonders dankbar für die intensive Therapie, die auch über die Jahre hinweg noch Erfolge zeigt.

„Das Besondere in diesem Projekt ist die Therapie-Intensität in Kombination mit verschiedenen Therapiesettings (Einzel- und Gruppentherapien). Auch nach langer Zeit kann dadurch noch viel verbessert werden“, ist Wollert überzeugt – und der Erfolg gibt ihr Recht. Fast alle Teilnehmer:innen aus dem letzten Jahr sind wieder dabei. Bei den meisten hat sich die Sprachfähigkeit deutlich verbessert, bei einigen Teilnehmer:innen bleibt sie gleich (auf einem konstanten Niveau?)– aber auch dies ist als Erfolg der intensiven Therapie zu werten. „Nicht nur eine Verbesserung, auch der Erhalt und das intensive Training der wieder neu erworbenen Sprachfähigkeit ist wichtig“, so Wollert und Kleinpass.

Und noch etwas hat dieses Projekt bewirkt: Die Teilnehmer:innen-Gruppe ist zu einem neuen Freundeskreis geworden. „Wir treffen uns jetzt auch außerhalb der Therapien regelmäßig“, so ein weiterer Teilnehmer. „Es haben sich durch die Therapie neue Freundschaften gebildet. Wir passen gegenseitig auf uns auf und telefonieren auch öfter mal oder unternehmen etwas gemeinsam, sofern Corona es erlaubt.“

Der Erfolg des ISA-Projektes hat sich mittlerweile herumgesprochen, so dass im letzten Jahr sogar der NDR berichtet hat. Und auch für 2022 laufen die Planungen bereits längst auf Hochtouren: Anfang Februar geht es mit 8 Patient:innen und neuen Schüler:innen-Tandems wieder in die intensive Therapie-Phase in Präsenz in der BFL in Alsterdorf. „Geplante sind verschiedene Varianten in Einzel- und Kleingruppentherapie, pandemiebedingt aber leider noch nicht wieder in der Großgruppe. Daher wird es für die Patient:innen eine etwas reduziertere Frequenz als im normalen ISA-Projekt geben, aber immerhin schon wieder umfangreicher als 2021 und auch in zwei verschiedene Settings. Und so kommen Schüler:innen in der Projektzeit auch auf die erforderlichen Stunden, d.h. wahrscheinlich sind keine Stunden im Sommersemester nachzuholen,“ freut sich Merle Wollert.

© Evangelische Stiftung Alsterdorf

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