Kontakt Kinder- und Jugendpsychiatrie

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Informationen zur Kinder- und Jugendpsychiatrie

Eltern-Kind-Behandlung

Jedes Kind wird gemeinsam mit einem Elternteil oder einer nahen Bezugsperson aufgenommen und wichtige Familienmitglieder oder Bezugspersonen werden zusätzlich in die Behandlung mit einbezogen, auch Geschwister. So gelingt es besser, Probleme im Miteinander zu erkennen und die Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu stärken. In vielen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass eine gemeinsame Therapie in hohem Maße wirksam ist.

Wichtige Bestandteile der Behandlung sind psychotherapeutische Interventionen sowie die Anleitung im Alltag: Sie unterstützen dabei, Kommunikation und Verhalten positiv zu verändern.

„Damit Kinder sich gesund entwickeln können, brauchen sie stabile Beziehungen und ein liebevolles und sicheres Zuhause ,“ sagt die Chefärztin des Fachbereichs, Priv.-Doz. Dr. Angela Plass-Christl. „Wir unterstützen Familien in schwierigen Situationen dabei.“

Diagnostik und Therapie – Übersicht

Umfassende Diagnostik

Zu Beginn des Klinikaufenthaltes wird genau untersucht, was Kind und Eltern belastet und an welche Stärken in der Therapie angeknüpft werden kann. Die kinderpsychiatrische Behandlung beinhaltet eine umfassende kinderpsychiatrische, pädiatrische, neuropsychologische und psychotherapeutische Diagnostik sowie die Diagnostik der Eltern-Kind-Beziehung und -Interaktion.

Multiprofessionelles Team

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Ev. Krankenhaus Alsterdorf arbeiten Mitarbeiter:innen verschiedener Fachrichtungen eng zusammen. Dazu gehören unter anderem Psychotherapeut:innen, Sozialpädagog:innen, Erzieher:innen, Lehrer:innen, Kinderkranken­schwestern und -pfleger, Physio- und Ergotherapeut:innen. Es finden täglich multiprofessionelle Fallbesprechungen statt, um die Therapie optimal auf die inviduellen Bedürfnisse des Kindes und der Familie abzustimmen.

Lösungsorientiert: individuelle Therapie

Auf Grundlage der umfassenden Diagnostik und abhängig vom Entwicklungsstand des Kindes, seinen Stärken und Schwächen, wird ein individueller Therapieplan entwickelt. Dabei kommen je nach Bedarf psychotherapeutische sowie (heil-)pädagogische Maßnahmen und Spezialtherapien zum Einsatz.

Schulenübergreifend ergänzen sich unterschiedliche psychotherapeutische Verfahren aus der Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologischen und der systemischen Therapie. Die Therapie findet sowohl im Einzel- als auch im Familien- und Gruppensetting statt.

Wenn eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, wird diese vom zuständigen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie durchgeführt. Eine pädiatrische Sprechstunde, z.B. für Kinder mit Ausscheidungsstörungen, wird täglich angeboten.

Ergänzende Therapieangebote

  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • Logopädie
  • Psychomotorik
  • Kunsttherapie
  • Tanzpädagogik

Eltern-Kind-Beziehung stärken

Damit Kinder sich gesund entwickeln können, brauchen sie stabile Beziehungen. Wir unterstützen dabei, eine positive und starke Beziehung zwischen Kind und Eltern bzw. Bezugspersonen zu stärken. Für die therapeutische Arbeit an der Eltern-Kind-Interaktion und -Beziehung werden spezialisierte Verfahren eingesetzt, wie beispielsweise Videofeedback, Parent-Child-Interaction-Therapy (PCIT) und Eltern-Kind-Spezialtherapien (z.B. Kunsttherapie im Eltern-Kind-Setting).

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist die Anleitung im (Klinik-)Alltag, die positive Veränderungen der Kommunikation und des Verhaltens von Eltern und Kind fördern.

Soziales Kompetenztraining

In kleinen Gruppen mit den Kindern und in enger Zusammenarbeit mit den Eltern wird positives Verhalten im Alltag durch Soziales Kompetenztraining unterstützt. So können sie voneinander lernen und miteinander wachsen!

Klinikschule

In unserer kleinen Klinikschule können die Kinder im Rahmen der Therapie (wieder) positive Erfahrungen mit der Schule sammeln. In den Hamburger Schulferien findet kein Unterricht statt.

Klinik-Alltag als Teil der Therapie

Von besonderer Bedeutung für die Behandlung ist der vom Pflege- und Erziehungsdienst gestaltete Alltag – Fachleute sprechen auch von „Milieutherapie“. Dabei wird das Kind im seiner Interaktion mit anderen Kindern in der Patientengruppe als auch mit seinen Eltern begleitet und unterstützt. Jedes Kind und jedes psychisch kranke Elternteil hat eine feste Bezugsperson aus dem Pflege- und Erziehungsdienst (Bezugspflege). Intensives Coaching der Eltern-Kind-Interaktion sowie die Beratung und Begleitung bilden wichtige Therapiebestandteile.

Interdisziplinäre Behandlung von Kindern und psychisch kranken Eltern

Ein besonderes Angebot ist die interdisziplinäre Behandlung von psychisch kranken Eltern und ihren psychisch kranken Kindern in Kooperation der Fachbereiche Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene. Dieses Angebot hat bundesweit Modellcharakter. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Sie haben Fragen zur Behandlung oder haben Interesse an einer Therapie in unserer Klinik?

Für eine stationäre oder tagesklinische Behandlung in unserer Klinik ist es Voraussetzung, dass ein Kinder- und Jugendpsychiater, ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) oder ein Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut die Indikation stellt. Erfahren Sie hier mehr über Anmeldung und Aufnahme.


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